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Pressemitteilungen 2010

Pressemitteilung zur 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.
Mittwoch, 12. Mai bis Sonntag, 16. Mai 2010, Rhein-Main-Hallen Wiesbaden


Bologna als Ausweg:
HNO-Ärzte diskutieren erweiterten Master of Medicine


Wiesbaden, 11. Mai 2010 – Berufliche Unzufriedenheit und zurückgehende Studentenzahlen sind auch in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Anlass zur Sorge. Auf der 81. Jahresversammlung der Fachgesellschaft in Wiesbaden wird über mögliche Auswege nachgedacht, um einem drohenden Facharztmangel zu begegnen.

Zurückgehende Studentenzahlen und die Emigration von Ärzten zeigen für Professor Dr. med. Karl Hörmann, den Präsidenten der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. und Direktor der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Mannheim, dass die Attraktivität der beruflichen Ausbildung verbessert werden muss. „Die Ärzte müssen von arztfremden Aufgaben befreit werden, und die Chancen fachärztliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten und eine positive Einstellung zu erwerben, müssen verbessert werden“, fordert Professor Hörmann: Die Begrenzung der Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden inklusive Bereitschaftsdienst durch die sogenannte European Working Time Directive habe diese Aufgabe nicht gerade erleichtert.

Einen möglichen Ausweg sieht Professor Hörmann in einer Umsetzung des Bolognaprozesses der Studienreform. Nach einem an der Universität Zürich entwickelten Modell könnte die Ärzte-Ausbildung auf drei Stufen verteilt werden. An eine 3-jährige Grundausbildung zum Bachelor of Medicine könnten sich drei Jahre einer Spezialisierung zum Master of Medicine anschließen. Die dritte Stufe wäre eine 3-jährige Weiterbildung zum Facharzt. Prof. Hörmann: „Bereits mit 27 Jahren stünde dem Gesundheitssystem dann ein strukturiert weitergebildeter Spezialist zur Verfügung.“ Dieser Nachwuchsfacharzt hätte dann Zeit, weitere Kompetenzen in den Schwerpunkten des Fachgebiets zu erwerben. „Mit dem Bolognaprozess können mehr Fachärzte in kürzerer Zeit weitergebildet werden“, so Professor Dr. med. Gerhard Rettinger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. und Direktor der Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik in Ulm. Dabei dürfe man allerdings nicht die Qualität der Weiterbildung aus den Augen verlieren, so der Experte weiter. „Denn die von fünf auf drei Jahre verkürzte Weiterbildungszeit zum Facharzt birgt das Risiko, dass die Qualität nicht das gleiche Niveau hat wie zuvor“, warnt Rettinger.

Terminhinweis
Rundtischgespräch 7: HNO-Weiterbildung: Konzepte für die Zukunft
Termin: Freitag, 14. Mai 2010, 15.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Rhein-Main-Hallen, Wiesbaden, Halle 1


Abdruck honorarfrei. Beleg erbeten an unten angegebene Adresse.

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Rückfragen/Belege bitte an:
Silke Jakobi
Thieme PR-Agentur
Medizinkommunikation Stuttgart
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Telefon 0711/8931-163
Telefax 0711/8931-167

Im Auftrag von:
Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.
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