Logo der Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie
Suchen!
Über unsPublikationenVeranstaltungenArbeitsgruppenAnschriftenFür KollegenFür PatientenFür die Presse  

Aktuelle Mitteilungen
Archiv
Download von Dateien
Pressekontakt
 

Pressemitteilungen 2010

Pressemitteilung zur 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.
Mittwoch, 12. Mai bis Sonntag, 16. Mai 2010, Rhein-Main-Hallen Wiesbaden


Kongress Fazit:
HNO-Ärzte gegen Bachelor in der Medizin

Wiesbaden, Mai 2010 – Zurückgehende Studentenzahlen und der Wegzug von Ärzten ins Ausland wirken sich zunehmend auch auf die Nachwuchssituation in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde aus. Die Einführung eines Bachelor-Studiengangs in der Medizin ist auch nach Auffassung der deutschen HNOÄrzte kein Ausweg, um einem drohenden Facharztmangel zu begegnen. Die Harmonisierung der Facharztweiterbildung in Europa auf hohem Qualitätsniveau kann die Durchlässigkeit einer grenzüberschreitenden Berufstätigkeit für ausgebildete HNO-Fachärzte zukünftig erheblich steigern.

Über verschiedene Konzepte der künftigen Facharztweiterbildung im Bereich der HNO-Heilkunde diskutierten anlässlich der 81. Jahresversammlung 2010 der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
e.V. (DGHNO KHC) in Wiesbaden Experten aus dem In- und Ausland. Dabei wurden die Erfahrungen mit Weiterbildungsstrukturen in anderen europäischen Ländern und den USA ausgetauscht. Einigkeit bestand darin, dass eine im europäischen Raum harmonisierte Facharztweiterbildung sich auch zukünftig an höchsten Qualitätsanforderungen messen müsse.

Abgesehen von einer europäischen Harmonisierung der fachärztlichen Weiterbildung haben sich die HNO-Ärzte anlässlich ihrer Jahresversammlung entschieden gegen die Einführung eines Bachelor-Studiengangs in der Medizin ausgesprochen. „Der wissenschaftliche Anspruch an das Medizinstudium und die gestiegenen Anforderungen an ein komplexes Krankheitsverständnis und multimodale Therapiekonzepte seien mit einer Umstellung auf eine Bachelor-Master-Struktur nicht vereinbar. Im Übrigen muss das einheitliche und hochwertige Medizinstudium mit dem Abschluss „Staatsexamen“ erhalten bleiben, da der Bachelor in der Medizin keinen berufsqualifizierenden Abschluss darstelle“, bekräftigten die DGHNO KHC und der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. Das Medizinstudium dürfe durch eine Verkürzung der Ausbildungszeit nicht seine wissenschaftlichen Grundlagen und Bezüge verlieren. Ebenso dürfe man im Rahmen der fachärztlichen Weiterbildung nicht die Qualität der Weiterbildung aus den Augen verlieren. Mit einer von fünf auf drei Jahren verkürzten Weiterbildungszeit zum Facharzt sei das Risiko verbunden, dass die Qualität nicht das vorherige Niveau habe. In den meisten europäischen Ländern, so auch in Deutschland, liegt die fachärztliche Weiterbildungszeit bei fünf Jahren. "Dem drohenden Facharztmangel, der sich auch in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde abzeichne, könne wirksam nur durch ein hochqualifiziertes Studium und eine den Anforderungen der Praxis entsprechende 5-jährige Facharztweiterbildungszeit entsprochen werden", so die Fachverbände zum Abschluss des Kongresses.


Abdruck honorarfrei. Beleg erbeten an unten angegebene Adresse.

Download / Drucken als PDF-Datei

Rückfragen/Belege bitte an:
Silke Jakobi
Thieme PR-Agentur
Medizinkommunikation Stuttgart
Rüdigerstraße 14 | 70469 Stuttgart
Telefon 0711/8931-163
Telefax 0711/8931-167

Im Auftrag von:
Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.
Geschäftsstelle: Hittorfstraße 7, 53129 Bonn
Tel. (02 28) 23 17 70
Fax (02 28) 23 93 85
eMail info@hno.org
Internet http://www.hno.org