Den Beginn der wissenschaftlichen Sitzung eröffnete Herr Wolfensberger mit mathematischen Überlegungen zur Festlegung der Anosmiegrenze mit Sniffin' Sticks und SDI-Score. Nach der Binominalverteilung läßt sich die Wahrscheinlichkeit der zufällig richtigen Antworten berechnen für die Identifikation bei Anosmikern: ein Zufallstreffer wird mit einer 1%igen Wahrscheinlichkeit bei 0 oder 9 richtigen Antworten (von 15 angebotenen Substanzen) liegen. 8 richtige Antworten werden mit einer 5%igen Wahrscheinlichkeit auch von Anosmikern getroffen. Da für die Testung der Diskrimination nur 3 Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen, ist hierfür die Gaussche Kurve breiter angelegt. Hier werden 9 Zufallstreffer mit einer 5%igen Wahrscheinlichkeit auch von Anosmikern angegeben. Ein Wert unter 7 bzw. 8 wäre daher vereinbar mit einer Anosmie. Für Anosmiker wäre daher der maximale SDI-Score (bei zu forderndem Nullwert für den Schwellentest) 15. Für die Identifikation liegen die Ergebnisse i. d. R. unter 8, bei der Diskrimination i. d. R. bei 9 oder 10 (d.h. bei 1 % Wahrscheinlichkeit). Wegen des zusammengesetzten Wertes des SDI-Scores von Diskrimination/Identifikation sinkt zudem die Wahrscheinlichkeit, daß in beiden Einzeltests der maximal für Anosmiker erreichbare Wert übertroffen wird. In diesem Zusammenhang zeigt sich der Vorteil des Upsit-Tests mit 40 Substanzen: da ein Wert von 0 korrekt identifizierten Items extrem unwahrscheinlich ist, muß hier eine Simulation vorliegen. Allerdings ist dieser Zusammenhang in Amerika in den entsprechenden Kreisen bereits bekannt: auch der Anosmie-Simulant wird gelegentlich eine richtige Antwort ankreuzen. Der Screening-Test mit der geringen Anzahl getesteter Substanzen und der Integration von Mischreizstoffen kann nur für Norm- und Anosmiker einigermaßen vertretbare Ergebnisse liefern. Werte über 6 als Zeichen einer Normosmie hatten bei 30 Hyposmikern 14 %. D.h. 14 % aller Hyposmiker wurden in dem Screening-Test nicht auffällig. Als Ursache wird die Trigeminuskomponente mit der kribbelnden Empfindung von Senf oder Eukalyptus angenommen. In der Diskussion wurde daran erinnert, daß die sich jetzt als zu ungenau darstellende Zusammensetzung des Screening-Tests aufgrund der früheren Vorgaben im EBM gewählt wurde. Mittlerweile ist die orientierende Riechprüfung aus den Einzelleistungsvergütungen der Kassenärzte herausgenommen, so daß wir von diesem monetären Zwang befreit einen besseren und rein wissenschaftlich ausgerichteten Screening-Test erarbeiten könnten.
K. Pahlisch*, E.D. Meyer*, K.-B. Hüttenbrink, G. Kobal+, T. Hummel, HNO Klinik Dresden, *HNO Klinik Riesa, +Institut für Pharmakologie Erlangen:
"Der Random-Schwellentest in der klinischen Anwendung: Korrelation zu Ergebnissen der Testung mithilfe des traditionellen Staircase-Verfahrens"
Herr Hummel konnte im nächsten Vortrag von den Dresdner-Riesaer Erfahrungen mit dem Random-Schwellentest bei 20 männlichen und 23 weiblichen Patienten, davon 16 mit Riechstörungen, berichten. Die Korrelation im Vergleich zum Staircase-Verfahren war mit p < 0.001 ebenfalls sehr gut (r = 0.78). Es bestätigte sich der große Zeitgewinn und die viel einfachere Durchführung im Vergleich zum bisherigen Staircase-Verfahren. In der Diskussion kristallisierte sich heraus, daß möglicherweise dieser neuer Random-Schwellentest mit seinen wesentlich besseren Ergebnissen als der bisherige Screening-Test (Stufe I) und andererseits seinem geringeren Aufwand als der aufwendige Diskriminations- und Identifikationstest die in den Anfangszeiten unserer Bemühungen um eine Standardisierung der Riechprüfung verlassene 2. Stufe darstellen könnte. Der Test ist aber noch nicht genügend validiert, um zitierbare Ergebnisse zu liefern. Es werden Untersuchungen an ca. 100 Patienten für verläßliche Aussagen benötigt, die möglicherweise schon zum nächsten Treffen in Aachen auf dem Deutschen HNO-Kongreß vorgestellt werden können. Möglicherweise kann dann auch schon über einen weiter abgespeckten Random-Test, der weniger und dafür gröbere Verdünnungungsstufen beinhaltet, berichtet werden. Dieser wäre evtl. noch geeigneter als sogenannte 2. Stufe einer standardisierten Riechprüfung.
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G. Ahne, *S. Wolf, *T. Stania, G. Kobal, Institut für Pharmakologie und *HNO Klinik Erlangen:
"Erste Erfahrungen mit den ‚Taste Strips'"
Ein neues Verfahren zur seitengetrennten Schmeckprüfung stellte Frau Ahne aus Erlangen mit den "Taste Strips" vor, da mit den Tasties-Kautabletten die Seitentrennung nicht genügend möglich war. Es handelt sich bei den "Taste Strips" um löffelförmige Filterpapierstreifen von 8 cm Länge und 1 x 2 cm Löffelbreite, die mit einer Schmecklösung getränkt und anschließend getrocknet wurden. Für den Schmeckstoff süß wurde Sacharose 0,27 g/ml genommen, für sauer Zitronensäure 0,15 g/ml, salzig NaCl 0,23 g/ml und bitter Chininsulfat 0,003 g/ml. Dieser Filterpapierstreifen wird mit seinem löffelförmigen Ende auf eine Zungenseite gelegt. Vorher und zwischen den Prüfungen muß der Mund unbedingt mit Wasser gespült werden, um ein feuchtes Milieu zum Lösen der getrockneten Substanzen zu ermöglichen. Auf einer visuellen Analogskala (VAS) kreuzt der Proband den Seiten- und Stärkeeindruck an. Insgesamt werden 10 Streifen angeboten. Auch Herr Hummel betonte in der Diskussion, daß bei seiner Testung einiger Patienten mit einer Facialisparese oder nach Ohroperation, d.h. bei sicherem Ausfall des Schmecksinns, eine seitengetrennte Prüfung mit diesen "Taste-Strips" möglich erscheint. Der Nachteil dieses Verfahrens ist, daß mit den derzeitigen Prüfsubstanzen noch keine Schwellenbestimmung möglich ist. Auch der Preis mit 18 Pfennig pro Streifen ist mit einem Gesamtpreis von 1,80 DM für die 10 Streifen noch zu hoch. Der Vorteil ist die gute Haltbarkeit der Streifen. Der Patient kann aufgrund der handlichen Applikationsform die seitengetrennte Prüfung selbst durchführen. Vorgesehen ist eine Ausarbeitung mit unterschiedlichen Konzentrationen, so daß später auch eine Schwellenprüfung möglich ist. Eine interessante Feststellung lieferte Herr Kobal: man kann bei beidseitiger Prüfung mit unterschiedlichen Taste Strips gleichzeitig z.B. links süß, rechts salzig schmecken.
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Bericht der AG Epidemiologie
Der Bericht der Arbeitsgruppe Epidemiologie wurde von Herrn Klimek vorgelegt: in Mainz wurden von ihm bisher 1023 Bögen ausgewertet, die in erster Linie aus Mainz, Dresden, Erlangen und Gera eingeliefert wurden. 602 dieser Patienten hatten eine Riechstörung. In 30 % lag eine Allergie vor, in 50 % eine chronische Sinusitis, 37 % wiesen eine Nasenpathologie auf, 4 % hatten ein Kopftrauma, 33 % eine Allgemeinerkrankung. Die Zusammenhangsfrage wurde von Patient und Arzt unterschiedlich beurteilt, so sah der Arzt z.B. eine Allergie in 70 %, der Patient jedoch nur in 30 % als ursächlich für die Riechstörung an. Die Riechstörung beeinträchtigt meist das Essen. Probleme werden durch die Nichtwahrnehmung des eigenen Körpergeruchs geschildert. In 11 % bestehen berufliche Probleme. In der anschließenden Diskussion wurde vereinbart, daß wir aufgrund der bisherigen Erfahrungen neue Bögen entwickeln werden. Hierzu haben sich Herr Hummel und Herr Klimek in der Arbeitsgruppe Epidemiologie bereit erklärt. Die neuen Bögen werden in Aachen auf unserem nächsten Kongreß vorgestellt.
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Bericht der AG Therapiestudien
Der Bericht der Arbeitsgruppe Therapiestudien wurde ebenfalls von Herrn Klimek vorgestellt. Die Vorarbeiten sind soweit gediehen, daß Therapievorschläge zu den verschiedenen Ursachen der Riechstörung mit Hilfe des standardisierten Riechbesteckes überprüft werden sollen. Es bieten sich hierbei 2 Varianten an: für die Evaluierung der einzelnen Therapieverfahren können z.B. 6 Einzelstudien (Bedeutung von Vitaminen, topischen Steroiden, systemischen Steroiden, etc. mit Kontrollgruppe) gebildet werden, oder diese Einzelstudien werden in einer Multicenterstudie zusammengefaßt werden mit 6 Armen. Es werden ca. 72 Teilnehmer je Gruppe geschätzt bei einer 20%igen Verlustrate. Für die Hypothese einer Wirkung einer Influenzaimpfung sind 240 Teilnehmer in einer Multicenterstudie pro Gruppe nötig. Für diese Frage zeigt auch das Gesundheitsamt Interesse. In der anschließenden Diskussion, die auch am Schluß der Tagung noch einmal auflebte, wurde vereinbart, daß sich im Januar in Mainz eine neu konstituierte Arbeitsgruppe Therapie trifft mit Teilnehmern aus Basel, Erlangen, Leipzig und Dresden. In diesem kleinen Kreis sollen Vorschläge für eine Multicenterstudie erarbeitet werden, die möglichst vielen jungen Forschern und HNO-Ärzten Gelegenheit gibt, aktiv an der Erforschung der Therapie von Riechstörungen teilzunehmen. In Aachen auf dem Deutschen HNO-Kongreß wird diese Multicenterstudie dann vorgestellt werden.
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A. Welge-Lüßen, M. Wolfensberger, HNO Klinik Basel:
"Veränderungen der Geruchswahrnehmung nach Schädelhirntrauma"
Nach einem eindrucksvollen Museumbesuch und einem Ausklang des Abends beim typischen Baseler Nachtmahl in dem ältesten Gasthof Basels traf sich die Arbeitsgemeinschaft am nächsten Morgen mit einem Vortrag von Frau Welge-Lüßen über die Veränderungen der Geruchswahrnehmung nach Schädelhirntrauma. Sie hatte bei entsprechenden Patienten, deren Trauma nach dem "Glasgow-Koma-Score" bewertet wurde, direkt posttraumatisch und nach 5 Monaten mit den Sniffin Sticks Riechprüfungen durchgeführt. Es kristallisierte sich heraus, daß bei den schweren Traumen der Patient die erste Untersuchung direkt nach dem Unfall gar nicht erinnert und subjektiv die Anosmie nicht deutlich wahrnimmt. Nur bei den leichten Traumen konnte sich der Patient an die erste Untersuchung erinnern und auch deutlich die Anosmie beklagen. Eine Routineuntersuchung direkt posttraumatisch ist daher nicht bei den leichten Traumen erforderlich, da der Patient sich selber meldet. Bei schweren Schädelhirntraumen sollte eine Prüfung erfolgen, aber nicht zu früh, da sich der Patient nicht erinnert. Für die Nachuntersuchung sollte eine Erholung abgewartet werden. Problematisch wird ein zu langes posttraumatisches Inter-vall zur Riechprüfung, falls zwischendurch z.B. ein Schnupfen eingetreten ist und später die Anosmie auf beide möglichen Ursachen zurückgeführt werden kann. Die Anwendung des von der Arbeitsgemeinschaft propagierten "Notfallstifts" kann trotz des relativ geringen Aussagewertes doch später ein Hinweis für einen möglichen Kausalzusammenhang zwischen Trauma und Riechstörung sein.
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T. Hummel, D. Dilks*, P. Dalton*, HNO Klinik Dresden, und *Monell Chemical Senses Center, Philadelphia:
"Auswirkungen der Langzeitexposition zu Gerüchen auf die Riechschwellen und die Intensitätsempfindung"
Herr Hummel berichtete über seine interessanten Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Monell Chemical Senses Center in Philadelphia mit der Fragestellung, wie sich eine Langzeitessigsäureexposition auf die Wahrnehmung von Essigsäure auswirkt. Messungen wurden vor, während und 4 Wochen nach Exposition zu Essigsäure durchgeführt. An der Untersuchung beteiligten sich 12 Probanden mit bewunderswertem Engagement für die Wissenschaft: Für den Zeitraum der Exposition stellten sie einen Essigsäurevernebler in ihrem Schlafzimmer für 3 Wochen auf. Als Kontrolle diente Azeton. Die Substanzen wurden gewählt, da sie beide keine bleibenden Schäden auf der Schleimhaut hervorrufen. Es zeigte sich, daß die Essigsäureempfindung nach Langzeitexposition abnimmt, nicht jedoch die für Azeton. Man kann schlußfolgern, daß der Trigeminus wahrscheinlich eine spezifische Diskrimination auf verschiedene Reize aufweist.
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D. Kühnau, M. Knecht, B. Abolmaali*, T. Hummel, HNO Klinik und *Institut für Radiologie Dresden:
"Endoskopische und radiologische Darstellung des vomeronasalen Organs"
M. Knecht, D. Kühnau, T. Hummel, HNO Klinik Dresden:
"Häufigkeit und Lokalisation des vomeronasalen Organs in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht: eine Untersuchung an 200 Probanden"
Frau Kühnau und Herr Knecht berichteten anschließend in 2 Vorträgen über die Dresdner Untersuchungen zum vomeronasalen Organ (VNO). Über dieses möglicherweise rudimentäre Organ, dessen Bedeutung allerdings in Sensationsjournalen in Hinblick auf die Partnerwahl hochstilisiert wird, gibt es nur wenig anatomische Daten. Frau Kühnau stellte 11 Probanden vor, bei denen ein anatomisch nachweisbares VNO im MRT mit dem Kontrastmittel Magnetvist dargestellt wurde. Der sondierbare und mit dem Kontrastmittel auffüllbare Gang lag ca. 23 mm von der Nasenspitze entfernt, 8,4 mm oberhalb des Nasenbodens. Seine Länge betrug durchschnittlich 15 mm mit Extremwerten von 5 bis 40 mm. In 2 Fällen zeigte sich eine Verbindung zur Gegenseite. Die Menge des applizierbaren Kontrastmittels war unabhängig von der sichtbaren Öffnung in der Nasenschleimhaut. Der Gang zog meist tubulär mit kranial ausgerichtete Krümmung. Herr Knecht konnte bei 173 Probanden in etwas über der Hälfte ein VNO nachweisen und vermessen. Bei 46% lag das VNO beidseits, bei 30% unilateral; ein Geschlechtsunterschied zeigte sich nicht. Das von den Probanden erfragte Verlangen nach Sexualität korrelierte nicht mit dem anatomischen Nachweis des VNO.
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H. Seeber, T. Adamiak, J. Petersohn, O. Kersten, HNO Klinik Dessau:
"Kontaktendoskopische Darstellung von Geschmackspapillen"
Herr Seeber berichtete in einem sehr interessanten Beitrag seine Untersuchung zur Kontaktendoskopie der Geschmackspapillen. Die nach Abtupfen getrocknete Mundschleimhaut wurde mit Toluidinblau gefärbt, das auch die Kerne darstellt. In der Kontaktendoskopie konnten in bis zu 120facher Vergrößerung Gefäße, Zellkerne, Papillen und Muskelzellen, Verhornung etc. dargestellt werden. Speichelfluß, Zungenbewegung und zu starker Druck erschweren die Untersuchung. Die eindrucksvollen Bilder scheinen eine neuen Untersuchungstechnik zur Erforschung des Schmecksinns zu zeigen.
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3 nachgemeldete Vorträge wurden noch präsentiert:
Herr Wächter hatte zusammen mit Herrn Gudziol und Herrn Schubert aus Jena die Respirationsolfaktometrie vorgestellt. In einer Computerauswertung der In- und Expiration sowie der Dauer der Exposition und dem Umfang der Respirationskurve konnte bei einer Schärfe von 80% deutliche Unterschiede zwischen wahrgenommenem und nicht wahrgenommenen Reiz festgestellt werden. Dieses Verfahren scheint an der Schwelle empfindlicher als die evozierten Potentiale zu sein, die i. d. R. nur überschwellig messen. Es wurde dabei erneut daraufhingewiesen, daß dieses Testverfahren nur objektivierend, nicht objektiv ist. Der Patient kann die Ergebnisse manipulieren, wenn er den Test gut kennt. In Jena hat die Arbeitsgruppe seit 15 Jahren Erfahrung mit diesem Testverfahren, das auch für Gutachten angewandt wird.
Frau Meyer berichtete zusammen mit Herrn Hundorf, Herrn Moll und Herrn Klimek über die kongenitale Anosmie in Mainz. Hierbei wurde ein Fall eines Kallmann-Syndroms vorgestellt.
Herr Eggers aus Bremen analysierte zusammen mit Herrn Moll, Herrn Klimek und Herrn Kobal 241 Identifikationstests. In der Identifikation wurde einige Stoffe besser erkannt als andere, d.h. einige Substanzen hatten eine deutlich größere Bedeutung für die Aussage. Daraus kann evtl. geschlossen werden, daß der Identifikationstest verkleinert werden kann, wenn nur noch geeignete Substanzen verwandt werden. Die Basis dieser Feststellung war, daß eigentlich alle Substanzen mindestens zu 75% der angebotenen Auswahlmöglichkeiten von Normosmikern erkannt werden sollten. Bei Terpentin (58%), Apfel (70%), Zimt (64%) und Anis wurden jedoch diese Grenzwerte nicht erreicht.
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Zur Intensivierung unseres Gedankenaustausches wurde vorgeschlagen, daß eine Zusammenfassung der auf der Jahresversammlung gehaltenen Vorträge zur Sitzung vorliegen sollte. Wie bisher soll in der Anmeldung für die Erstellung des Programms nur der Titel des Vortrags genannt werden. Für den eigentlichen Kongreß bereitet jeder Vortragende seine Zusammenfassung vor und bringt sie auf einem Formblatt mit zum Kongreß. Am Kongreßort kann das dortige Organisationskommitee aus diesen vorbereiteten Zusammenfassungen ein kleines Heft zusammenstellen und an die Teilnehmer verteilen.
1999 wird sich die Arbeitsgemeinschaft zur Jahresmitte auf dem Deutschen HNO-Kongreß in Aachen vom 12.-15. Mai zu einer kurzen Geschäftssitzung mit anschließenden Vorträgen treffen. Unser Jahrestreffen wird am 1. Dezemberwochenende (3./4.12.99) in Erlangen auf Einladung von Herrn Prof. Kobal stattfinden im Anschluß an den geplanten internationalen Olfaktologie/Gustologie-Kongreß, der am 29.11.99 beginnen wird.
Die endgültige Entscheidung für ein Logo wurde auf den Kongreß in Aachen verschoben. Die bisher eingereichten Vorschläge wurden bewertet. Die ersten 4 Plätze werden zusammen mit dem noch nicht eingereichten Dresdner Vorschlag (aus der Ideenschmiede des Instituts für Gestaltung der TU Dresden) in Aachen vorgestellt.
Herr Hummel präsentierte ein Informationsblatt für Patienten mit Riech- und Schmeckstörungen, das in Dresden entwickelt worden ist. Es wurde an alle Teilnehmer verteilt mit der Bitte um konstruktive Verbesserungen dieses Papiers. Es ist vorgesehen, die endgültige Version nicht nur im Internet unter der Adresse unserer Arbeitsgemeinschaft zu verteilen, sondern es allen interessierten Kliniken zur Verfügung zu stellen. Direkt angemerkt wurde, daß möglicherweise neue Bilder wegen des Copyrights im Internet ausgewählt werden müssen. Auch die Liste der genannten Kliniken muß überarbeitet werden, da hierdurch eine temporär beeinflußte Auswahl stattfinden könnte. Als Vorschlag sollte auf der Info-Seite der Vorstand unserer Arbeitsgemeinschaft aufgeführt werden, bei dem eine Liste mit Kliniken, die evozierte Potentiale, SDI-Score etc. durchführen und die in der Arbeitsgemeinschaft mitarbeiten, abgefordert werden kann.
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