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Tagung Olfaktologie und Gustologie: AbstractsErlangen, 3. - 4. Dezember 1999
21. Zur Differenz zwischen Riech- und Wahrnehmungsschwelle bei einigen Alkoholen und Estern Just T, Kleinschmidt E-G, Worthmann S HNO Klinik, Universität Rostock Ein Vergleich von Schwellenwerten der chemischen Sinne, um z.B. Trends, Gesetzmäßigkeiten, Korrelationen in der chemischen Struktur der Stoffe usw. zu erkennen, ist nur möglich, wenn die Schwellenwerte unter gleichen Bedingungen, mit derselben Methode und möglichst demselben Probandenkollektiv ermittelt werden. Aus unseren Untersuchungsergebnissen über die Geruchseigenschaften interessierender Lösemittelgemische und deren Komponenten (Forschung für Industriepartner) stellen wir hier Riech- und Wahrnehmungsschwellen von 19 flüssigen Stoffen vor und diskutieren die Ergebnisse. Es handelt sich um die ersten 9 Vertreter der homologen einwertigen aliphatischen Alkohole, um 9 korrespondierende Essigsäureester und Vinylacetat, dessen freier Alkohol nicht existiert. Das Probandenkollektiv umfaßte 9 Personen beiderlei Geschlechts und unterschiedlichen Alters, vornehmlich zwischen 25 und 30 Jahren. Die Schwellenbestimmung erfolgte mit dem von uns konstruierten Triple-choice-Olfaktometer, basierend auf dem Prinzip der statischen Gasverdünnung. Die Werte wurden statistisch bearbeitet. Mittelwertvergleiche, Korrelations- und Regressionsanalyse ergaben interessante Zusammenhänge. Es wurde eine Reihe von Faktoren, die das Vielfache der Riechschwelle (Erkennungsschwelle) bezogen auf die Wahrnehmungsschwelle angegeben, aufgestellt. Die Reihe beginnt mit dem Faktor 2 für iso-Propanol und endet mit Faktor 17 für Vinylacetat. Ähnliche Reihen von Faktoren ergeben sich aus den Standardabweichungen der Mittelwerte und aus den entsprechenden Medianwerten, wenn diese statt der arithmetischen Mittelwerte herangezogen werden. |
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