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Tagung Olfaktologie und Gustologie: AbstractsErlangen, 3. - 4. Dezember 1999
18. Auf die chemische Modalität gerichtete Aufmerksamkeitsuntersuchung Kettenmann B, Spence C*, Kobal G, McGlone FP** Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg, *Institut für Psychologie, Universität Oxford, **Unilever Research, Port Sunlight Laboratories Frühere Untersuchungen haben gezeigt, das Verhaltensantworten auf auditorische-, visuelle- und taktile Reize durch die Erwartung auf einen antizipierten Reiz moduliert werden können (Spence & Driver, 1997). In der vorliegenden Studie haben wir untersucht, ob der Mensch seine Aufmerksamkeit auch selektiv auf die chemosensorische Modalität richten kann (d.h. auf olfaktorische-, chemische- und schmerzhafte Reize). 9 Probanden nahmen an den Experimenten teil. Sie mußten möglichst schnell eine nicht vorhersehbare Abfolge von Riechstoffen und taktilen Zielreizen, links und rechts appliziert, diskriminieren. Die Riechstoffe wurden entweder der rechten oder der linken Nasenseite angeboten und waren in einen konstanten birhinalen Luftstrom eingebettet, so daß es keine mechanischen Signale für die Erkennung der Reizseite gab. Die taktilen Reize wurden entweder der rechten oder der linken Hand zugeführt. Die Reizmodalität des jeweils nächsten Reizes (taktil oder olfaktorisch) wurde vorab durch ein visuelles Signal angegeben. Allerdings waren diese Informationen nicht immer korrekt (67% korrekt). Die Latenzzeiten der Antworten waren kürzer, wenn der Zielreiz der vorhergesagten Reizmodalität entsprachen im Gegensatz zu den Anworten, wenn die vorhergesagte Reizmodalität falsch war. Diese Untersuchungen zeigen zum ersten Mal, daß Verhaltensantworten auf chemosensorische Reize durch gerichtete Aufmerksamkeit moduliert werden können. Spence, C., & Driver, J. (1997). On measuring selective attention to a specific sensory modality. Perception & Psychophysics, 59, 389-403. Das Projekt wurde durch Unilever Research gefördert. |
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