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Tagung Olfaktologie und Gustologie: AbstractsErlangen, 3. - 4. Dezember 1999
8. Schmecktestung mit den "Taste-Strips" Ahne G, Kallert S, Kobal G Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg Herkömmliche Geschmackstests mittels Applikation der Geschmacksstoffe in wässriger Lösung, besitzen den Nachteil der aufwendigen Herstellung sowie der geringen Haltbarkeit. Um einen handlichen, haltbaren Test zu entwickeln, entwickelten wir löffelförmig geformte Filterpapierstreifen (8 cm Länge und 1 x 2 cm Löffelbreite), die als Geschmacksstoffe Saccharose (süß), Natriumchlorid (salzig), Citronensäure (sauer) und Chininhydrochlorid (bitter) in getrockneter Form enthalten. Die Form der Filterpapierstreifen erlaubt eine genaue Applikation auf der rechten oder linken Zungenseite. Zwischen jeder Testung wurde der Mund jeweils mit Wasser gespült, um ein feuchtes Milieu zum Lösen der Substanzen zu ermöglichen. Der Proband musste sich anhand eines multiple-choice-Protokolls für süß, sauer, salzig, bitter oder kein Geschmack entscheiden sowie die Intensität anhand einer visuellen Analogskala einschätzen. Wir testeten 47 gesunde, freiwillige Probanden (Alter 20-61 Jahre, 30 Frauen, 17 Männer) mit dieser Methode, um zu beurteilen, ob die gewählten Geschmacksintensitäten gut identifizierbar sind. Darüberhinaus wurde untersucht, inwieweit bei simultaner Testung (z.B. linke Zungenseite süß, rechte Zungenseite salzig) die Substanzen korrekt erkannt wurden. Um eine Test-Retest-Reliabilität zu beurteilen, wurden die Tests an den gleichen Probanden im Abstand von 1 Woche wiederholt. Die überschwellig verwendeten Konzentrationen auf den Schmeckstreifen waren eindeutig zu erkennen. Die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zeigte sich in einer guten Korrelation der ersten mit der zweiten Messung (rechts: r=0.62; links: r=0.58). Aufgrund der einfachen Handhabung und Haltbarkeit eignet sich der Test zum seitengetrennten Screening des Schmeckvermögens in der klinischen Praxis. |
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