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Tagung Olfaktologie und Gustologie: AbstractsErlangen, 3. - 4. Dezember 1999
3. Riechbonbons: eine neue Variante des olfaktorischen Identifikationstests Kobal G, Dreier J, Renner B Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Erlangen-Nürnberg Auf der Basis unserer Erfahrungen mit den Sniffin' Sticks wollten wir einen Identifikationstest entwickeln, mit dem es auch möglich ist, Patienten ohne die Mithilfe medizinischen Personals zu untersuchen. Ausserdem lag uns daran, einen Riechtest bereit zu stellen, der die tägliche Situation des Wahrnehmens von Aromen in Speisen ausnutzt und damit die Compliance des Tests optimiert. Aus diesem Grunde entwickelten wir eine Applikationsform für alltägliche Aromen auf der Basis von Bonbons. Glucose als Grundmasse in der ersten Version erwies sich in mehrerer Hinsicht als problematisch: Einschränkung der Anwendung bei Diabetikern, relativ geringe mechanische Festigkeit (Verpackungsprobleme), Übelkeit beim Probanden, wenn allzu grosse Menge der Bonbons gegessen werden müssen. Alternativ verwenden wir zur Zeit Sorbit-Bonbons von 500 mg. Diese Riechbonbons werden solange gelutscht, bis der Proband das Aroma zu erkennen glaubt. In der Regel können die Bonbons dann ausgespuckt werden, was von den Probanden oft bedauert wird. Insgesamt verwendeten wir 23 Aromen aus dem Lebensmittelbereich. Aufgrund der Verfügbarkeit überwogen Fruchtaromen. Es kamen aber auch andere Gerüche, wie z.B. Lebkuchen, Anis, Coca Cola, Vanillin etc. zum Einsatz. Bisher untersuchten wir 2 Gruppen von jeweils 30 Probanden. Unser Interesse lag dabei zunächst auf der Validierung der Testkomponenten: Die Identifikation wird über das Multiple Choice Verfahren mit 4 Items vorgenommen. Hier musste zunächst der Bekanntheitsgrad der von uns ausgewählten Items überprüft werden. Dann wurde die Erkennbarkeit der Aromen bei Normalprobanden getestet. In Abhängigkeit von den Grundmassen (Glucose-Sorbit) ergaben sich dabei leichte Unterschiede. Laufende Untersuchungen widmen sich der Test-Retest-Reliability und der Korrelation zu den validierten Sniffin' Sticks. Zusammenfassend kann bereits jetzt gesagt werden, dass sich der Test einer grossen Akzeptanz bei den Probanden erfreut. Es ist leicht, den Test zu verpacken und zu verschicken. Damit könnte unserer Ansicht nach eine gross angelegte epidemiologische Untersuchung durchgeführt werden. Möglich wäre auch ein Produkt, das in Apotheken verkauft werden kann. |
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