Tagung Olfaktologie und Gustologie: Abstracts

Erlangen, 3. - 4. Dezember 1999






1. Eine Umfrage im deutschen Sprachraum zur Anwendung des Riechtest nach Güttich



Damm M
HNO Klinik, Universität Köln


Heinrich Güttich beschrieb im Jahr 1961 eine sogenannte "Gustatorische Riechprüfung mit Riechstoffen und Mischriechschmeckstoffen". Dieses Testverfahren ist unter dem Namen "Gustatorischer Riechtest nach Güttich" bekannt geworden und wurde von seinem Erfinder als einfache und schnelle Untersuchung beschrieben, die dem HNO-Arzt schon nach wenigen Minuten eine Aussage über das Riechvermögen der Probanden erlauben soll. Nach Güttich soll mit diesem Verfahren eine Unterscheidung zwischen Hyp- und Anosmie möglich sein. Daher soll sich der Riechtest nach Güttich in Begutachtungsfragen zum Ausschluß einer Aggravation bzw. Simulation eignen, insbesondere wenn keine objektiven olfaktometrischen Verfahren zu Verfügung stehen. Die Gustatorische Riechprüfung nach Güttich findet sich in allen Standardlehrbüchern der HNO-Heillkunde wieder, wenn gleich auch bislang nur wenige Untersuchungen zur Validierung dieses Testverfahrens erfolgt sind. Ziel unserer Untersuchung war zu überprüfen, ob dieser Test noch regelmäßig in unserem Fachgebiet angewendet wird. Dazu wurde ein Fragebogen an alle deutschen HNO-Universitätskliniken, die österreichischen und schweizer Kliniken mit HNO-Abteilung verschickt. Die Umfrage richtete sich zum einen nach der Anwendung und Aussagekraft des Riechtest nach Güttich. Zum anderen wurde nach olfaktometrischen Verfahren gefragt, die begleitend oder anstatt der "Gustatorischen Riechprüfung nach Güttich" bei der Diagnostik von Riechstörungen Anwendung finden. Insgesamt wurden 110 Kliniken angeschrieben. Die Rücklaufquote betrug 50%. Die Ergebnisse der Umfrage sollen vorgestellt und diskutiert werden.

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