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5. Jahrestagung

der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
27. und 28. Mai 2006
Congress Center Rosengarten Mannheim



Abstracts zum Kursprogramm

Samstag, 27. Mai 2006
Variohalle 4

9.00 – 10.45 Uhr

Kurs 18*
Die ASS-Intoleranz (M. Samter): Klinik, Diagnostik, Therapie

Kursleiter:
L. Klimek, O. Pfaar, R. Baenkler, T. Keck, Wiesbaden/Erlangen/Ulm

Polyposis nasi bei Acetylsalicylsäure (ASS)-Intoleranz (Morbus Samter; Morbus Widal):
Aspirin® (Acetylsalicylsäure-(ASS)) wurde erstmalig 1899 zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Erkältungskrankheiten eingeführt. Schon drei Jahre nach Einführung beschrieb Hirschberg allergische Schockreaktionen nach Einnahme von Aspirin®. Im Jahre 1922 berichteten Widal und Kollegen, dass Acetylsalicylsäure-(ASS-)unverträglichkeit, nasale Polypen und Asthma bronchiale häufig gemeinsam auftreten. Diese klinische Entität wurde später mit dem Begriff “Aspirintrias” belegt. Synonym wird die Krankheit auch als Morbus Widal oder Morbus Samter bezeichnet.
Neben ASS, einer klassischen Salicylatverbindung, gehören zahlreiche andere Wirkstoffverbindungen (Pyrazolone, Antranilsäure-, Arylessigsäure-, Arylpropionsäure-, Oxicam- und Quinazolinonderivate) ebenfalls zur Gruppe der Cyclooxygenasehemmer und somit zu den nichtsteroidalen Antiphlogistika. Salicylatverbindungen kommen jedoch nicht nur in Medikamenten vor, sondern werden täglich in relevanter Menge durch den Verzehr verschiedener Nahrungsmittel aufgenommen, so dass eine konsequente Meidung nicht praktikabel ist.
Wichtig ist, dass es sich bei der ASS-Intoleranz nicht um ein allergisches Phänomen handelt (es sind keine spezifischen Antikörper vom Typ IgE nachweisbar), sondern um ein andersartiges Immunphänomen.

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* Kurs zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung

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