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3. Jahrestagung

der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
22. und 23. Mai 2004, Bad Reichenhall



Abstracts zum Kursprogramm

Samstag, 22. Mai 2004
Altes Kurhaus / Saal Spielzimmer

16.00-16.45 Uhr


Kurs 19:
Diagnostik und Therapie bei Kopf-Hals-Paragangliomen

Kursleiter:
J. Schipper, W. Maier, R. Laszig, Freiburg

Kursziel ist die Vorstellung des juxtacondylären Zugangsweges in der Chirurgie temporaler Paragangliome. Der Zugangsweg über die lateralen nuchalen Weichteile mit Darstellung der Arteria vertebralis ist in der HNO-Chirurgie nur wenig bekannt. Als extraduraler Zugangsweg zählt er aber mit in das Gebiet der Kopf-/Halschirurgie des HNO-Arztes. Durch den juxtacondylären Zugangsweg kann die für den klassischen infratemporalen Zugangsweg beschriebene Destruktion und Resektion des Mittelohres einschließlich der hinteren Gehörgangswand vermieden werden. Der rein transcondyläre Zugangsweg wurde erstmals 1976 von Seeger beschrieben, später modifiziert durch Fukushima und George als juxtacondylärer Zugang. Der Zugang kann sowohl im Sitzen als auch im Liegen durchgeführt werden. Zunächst wird der Fortsatz vom C1-Bogen und der Condylus occipitalis dargestellt. Die Arteria vertebralis wird freigelegt. Eine ausgedehnte knöcherne Abtragung des Condylus kann eine spätere Stabilisierung des kraniozervikalen Überganges erfordern. Bei diesem Zugangsweg wird in Abhängikgkeit vom anatomischen Befund nur der mediale Teil des Mastoids eröffnet und gegebenenfalls die knöcherne Begrenzung des hinteren Bogenganges sowie der Verlauf des Nervus facialis dargestellt. Hieraus ergibt sich ein hervorragender Einblick auf den Bulbus venae jugularis und auf den kranialen Anteil der Vena jugularis. Dieser Zugangsweg respektiert sämtliche Strukturen des Mittel- und Innenohres. Nachteil bei diesem Zugangsweg ist insbesondere bei Klasse C-Tumoren eine eingeschränktere Übersicht über die Arteria carotis interna, da sie bei diesem Zugang hinter dem Bulbus venae jugularis liegt.

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